Geschrieben von Jennifer Bullert
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Die Menschenrechtsorganisation International Justice Mission (IJM) will morgen in der Göttinger Innenstadt mit fiktiven 80-Euro-Geldscheinen ein Zeichen gegen Sklaverei setzen. Anlass ist der Europäische Tag des Menschenhandels am Sonntag. Bundesweit wollen Ehrenamtliche der IJM die fiktiven Geldscheine verteilen, auf denen Gesichter von aus der Sklaverei befreiten Menschen abgebildet sind. Zusätzlich ist deren Geschichte auf den Scheinen abgedruckt. Der Wert von 80 Euro für die Geldscheine sei gewählt worden, weil er nach Angaben des Soziologen und Sklavereiexperten Kevin Bales den Preis eines versklavten Menschen bemesse. Um die Sklaverei von weltweit noch schätzungsweise 40 Millionen Menschen zu beenden, brauche es auch aus Deutschland Unterstützung, erklärte der Vorstandsvorsitzende des deutschen IJM-Büros, Dietmar Roller. Die fiktiven Geldscheine sollen in Göttingen beispielsweise im Weltladen oder der Brockensammlung zusammen mit dem Wechselgeld ausgegeben werden.