Geschrieben von Julia Kleine
Datum:
Die Corona-Fallzahlen aus dem Grenzdurchgangslager Friedland sowie aus der Vorquarantänestation „Rosenthaler Hof“ sollen künftig nicht mehr in die Statistik für den Landkreis Göttingen einfließen. Dafür haben sich nun Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und Landrat Bernhard Reuter beim Niedersächsischen Sozialministerium eingesetzt. Die beiden Politiker kritisieren einen möglichen Nachteil für die Stadt- und Kreisbevölkerung, da sich diese Fälle auch auf die 7-Tages-Inzidenz je 100.000 Einwohner*innen auswirken. Infizierte Personen im Rosenthaler Hof und im Grenzdurchgangslager Friedland sollten aus der Quote genommen werden, da sie nur kurzzeitig in der Region lebten und das Durchgangslager bzw. den Rosenthaler Hof bis dahin nicht verließen, erklärte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler. Die Infektionsfälle seien demnach klar abgrenzbar. Der Landkreis Göttingen hatte gestern den 7-Tage-Inzidenzwert von 35 überschritten. Damit gelten nun die vom Land Niedersachsen und vom Göttinger Gesundheitsamt beschlossenen verschärften Corona-Maßnahmen.