DLR Göttingen testet Wirksamkeit von Alltagsmasken aus Stoff
Das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt Göttingen (DLR) hat die Funktion und Wirksamkeit von Alltagsmasken aus Stoff untersucht. Wie sich zeigt, hat die Alltagsmaske einen deutlichen Einfluss auf die Verteilung von ausgeatmeten Aeroloen und Partikeln und kann einen positiven Beitrag zum Schutz vor Infektionen leisten. Auch, wenn einige Aerosole den Stoff passieren können, ist eine Alltagsmaske wirksam: Laut Versuchsleiter Andreas Schröder liege der Wirkmechanismus hier vor allem in der Verlangsamung und Umlenkung der Atemluft. Stoffmasken bremsen den ausgeatmeten Luftstrom mit den Aerosolen also deutlich ab. Ein positiver Effekte, der festgestellt wurde ist auch, dass die lokale Konzentration der möglichen infektiösen Aerosole im Raum sinkt, besonders gegenüber Personen, die sich in der Nähe befinden. Trotzdem sollte weiterhin auch auf regelmäßiges lüften und die Abstandsregeln geachtet werden. Mit bildgebenden Messverfahren und hochauflösender Kameratechnik wurde der Versuch durchgeführt. In weiteren Projektphasen sollen nun Untersuchungen stattfinden, die das Wissen über die Infektiosität und Bewegung der sich im Raum verteilenden Aerosole vertiefen sollen. Mit den Resultaten der Forschung des Projektes „Aeromask“ ist im Frühjahr 2021 zu rechnen.