Diskussion um Wegfall der Parkplätze am Albaniplatz: Kritik von Pro City - Ratsfraktion der Grünen verteidigt Pläne
Nachdem der Göttinger Verein Pro City in einer Stellungnahme an die Politik die Pläne zum Wegfall von Parkplätzen am Albaniplatz kritisiert hatte, hat der Fraktionsvorsitzende der Göttinger Grünen, Rolf Becker, das Vorhaben verteidigt. Pro City hatte sich gegen den Antrag von SPD- und Grünen-Fraktion für eine autofreie Umgestaltung des Platzes ausgesprochen. Dies begründete der Verein mit einer schlechteren Erreichbarkeit der Fußgängerzone und daraus folgend einer Existenzbedrohung für den dort ansässigen Einzelhandel. Becker verweist auf Studien, denen zufolge es nicht auf die Menge an Parkplätzen ankomme. Demnach habe Göttingen verglichen mit anderen Städten überproportional viele Parkplätze in und am Rande der Innenstadt. Um diese Parkplätze besser auffindbar zu machen, brauche es ein Parkleitsystem. „Wir meinen, dass es wert ist, beim Albaniplatz wirklich einen freien Platz zu haben für Veranstaltungen und Ähnliches statt diese 96 Parkplätze. Man könnte sich gut überlegen, ob man einen Teil zum Beispiel auf dem Hainholzparkplatz unterbringt, insbesondere für Menschen, die tatsächlich mobilitätseingeschränkt sind und die Stadthalle besuchen wollen. Aber ansonsten sehen wir das nicht als bedrohlich für die Innenstadt an.“ Becker verweist dabei auch auf das Parkhaus am Finanzamt, wo demnächst noch mehr als 100 Parkplätze für Besucherinnen und Besucher entstehen sollen.