Gegen Leerstand und für bezahlbaren Wohnraum: Aktion am Gothaer Haus in Göttingen
Mit einer Aktion haben Aktivisten gestern in Göttingen auf den Leerstand von Gebäuden in Zeiten mangelnden bezahlbaren Wohnraums aufmerksam gemacht. Dazu hängten sie ein Transparent aus dem seit Jahren leerstehenden Gothaer-Gebäudekomplex in der Weender Straße. Beschriftet war es mit den Worten: "Gegen die Pandemie der Immobilienhaie * besetzen und aneignen * bezahlbarer Wohnraum für Alle! * Jahrzehntelanger Leerstand – schämt euch!“. Gleichzeitig wurden Flugblätter von dem Dach des Gebäudes geworfen. Diese sollten kritisch auf die Wohnraumpolitik der Stadt Göttingen aufmerksam machen. Demnach soll das leerstehende Gothaer Haus in den vergangenen zehn Jahren mehrfach zwischen Investmentfirmen weiterverkauft worden sein. Dies sei durch den Göttinger Stadtrat hofiert worden, so die Aktivisten. Aktueller Besitzer sei die Gateway Real Estate AG. Das Gothaer Haus habe den Aktivisten zufolge Platz, um mit geringem finanziellen Aufwand, hunderte Menschen zu beherbergen. Die Aktivisten fordern von der Stadtverwaltung Absprachen zum Gothaer Haus und allgemein mit Investoren offenzulegen. Weiter fordern sie, dass sich Menschen in Mietinitiativen zusammenschließen, Leerstand markieren, Häuser besetzen, sich Wohnraum aneignen und so dem Spekulationsmarkt entziehen.