Göttingens OB Köhler meldet sich in Diskussion über Graffiti am Mühlengraben zu Wort
Der Göttinger Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler hat sich in der Diskussion über das im Dezember aufgetauchte Graffiti am Mühlengraben zu Wort gemeldet. Auch, wenn es sich um ein aufwendiges, künstlerisch ansprechendes Graffiti handele, gehe es nicht bloß um Sachbeschädigung oder um die Frage, ob es sich dabei um Kunst handelt, so Köhler. Die Inhalte des Wandgemäldes wie die Forderung nach der Stärkung von Frauenrechten und nach „Sicheren Häfen“ würden von ihm als Oberbürgermeister und von der Stadt Göttingen unterstützt. Gleichzeitig kritisierte Köhler jedoch den Teil des Graffitis, der das Gebäude des Neuen Rathauses mit „Kommt Zeit – kommt Rat – kommt Farbanschlag“ übertitelt. Der Aufruf zu Gewalt wie beispielsweise durch Farbanschläge sei das absolut falsche Mittel, um sich für eine Sache einzusetzen, kritisierte Köhler. Die aktuellen Brandanschläge auf öffentliche Einrichtungen und den Anschlag auf das Göttinger Amtshaus Ende 2019 verurteile der Oberbürgermeister aufs Schärfste. Die Stadt kündigte an, neben der juristischen Bewertung abzuwägen, inwieweit inhaltlich auf das Graffiti reagiert werden soll.