Geschrieben von Tanita Schebitz
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Die Zahl der durch schwere Corona-Verläufe belegten Krankenhausbetten ist in Göttingen zuletzt angestiegen, die Lage auf den Intensivstationen ist angespannt. Im Universitätsklinikum Göttingen liegen aktuell von insgesamt 26 Corona-PatientInnen 17 auf der Intensivstation. Gut 70 Prozent der verfügbaren Intensivbetten, die für Corona-Fälle vorgehalten werden, sind damit belegt. Fünf Erkrankte werden zudem von einer künstlichen Herz-Lungen-Maschine, kurz ECMO, beatmet. Die UMG als Spezialklinik ist in der Region Göttingen die einzige Klinik, die ein solches Verfahren anbietet. Insgesamt stehen acht ECMO-Maschinen zur Verfügung. UMG-Pressesprecher Stefan Weller erläutert, ob die Feiertage rund um Weihnachten und Silvester möglicherweise einen Einfluss hatten: "Ich würde sagen ja. Also wir haben seit den Weihnachtstagen kontinuierlich die Zahl der Corona-Patienten, die ist bei uns an der UMG bis zum vergangenen Wochenende jeden Tag gestiegen. Und ich denke auch, dass die Auswirkungen von den Weihnachts- oder Silvestertagen durchaus noch gar nicht ganz vorbei sind, wenn man immer diese 14 Tage dazu rechnet, sind wir ja noch dabei. Wir haben ja ein Netzwerk der Kliniken Südniedersachsen gebildet, wo alle Kliniken der Region zusammen sind. Da ist das auch festzustellen, da tauschen wir uns auch regelmäßig aus.” Die Auslastung der Betten und Intensivbetten für Corona-Fälle ist nicht nur an der UMG hoch. Wie das Evangelische Krankenhaus Göttingen Weende gegenüber dem StadtRadio mitteilte, sei die Zahl an Corona-PatientInnen im oberen Bereich, es gebe hier nur noch wenige Kapazitäten. Im äußersten Notfall könnten aber weitere, auch intensivmedizinische Krankenhausbetten für schwere Corona-Fälle geschaffen werden, teilten beide Kliniken mit. Laut UMG-Sprecher Weller sei die Situation aktuell zwar angespannt, aber noch nicht dramatisch.