Atomwaffenverbotsvertrag: Kundgebung in Göttingen am Freitag
Das Göttinger Friedensforum hat gemeinsam mit der Initiative Göttinger Erklärung für Freitagmittag eine Kundgebung auf dem Hiroshimaplatz angekündigt. Damit wollen die beiden Gruppen erreichen, dass Deutschland dem Atomwaffenverbotsvertrag beitritt und in Deutschland gelagerte US-Atombomben entfernt werden. Sie befürchten eine verringerte Hemmschwelle zum Nuklearkrieg, sollte die Bundesregierung wie geplant die bisherigen Tornado-Kampfjets durch US-Atombomber austauschen. Mit einem Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag hingegen würden sich die Unterzeichnerstaaten dazu verpflichten, Atomwaffen weder zu entwickeln, noch zu testen oder zu produzieren. Der Vertrag regelt zudem, dass diese Waffen auch nicht besessen werden dürfen und solche Waffen anderer Staaten auch nicht gelagert werden dürfen. Auf der Kundgebung am Freitag wird auch Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler als „Mayor for Peace“ eine Rede halten. Bei „Mayors for Peace“ handelt es sich um ein seit 1982 bestehendes Netzwerk, in dem sich die beteiligten Städte dafür einsetzen, Atomwaffen abzuschaffen. Die Kundgebung beginnt Freitag um 12 Uhr am Hiroshimaplatz. An diesem Tag tritt der Atomwaffenverbotsvertrag der UN in Kraft.