Geschrieben von Anja Würfel
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Der BUND Niedersachsen hat die Landesregierung aufgefordert, die geplanten Änderungen des niedersächsischen Landes-Raumordnungsprogramms und der damit geplanten Ausweisung weiterer Abbaugebiete im Südharz zu stoppen. Die Südharzer Gipskarstlandschaft sei das bedeutendste Gipskarstgebiet Europas und ein Hotspot der biologischen Vielfalt in Deutschland, so der BUND. Mit den neuen Plänen würde Tür und Tor für die Zerstörung einer einzigartigen Landschaft und wertvollster Lebensräume geöffnet. Die Flächen für den Abbau von Naturgips sollen nach den Planungen bis unmittelbar an die Grenzen von besonders geschützten Gebieten erweitert werden. So würden diese Lebensräume laut des BUND mit dem fortschreitenden Naturgipsabbau unwiederbringlich zerstört. Weiter seien von der Gipsindustrie nachträglich renaturierte Flächen kein Ersatz für eine unversehrte Karstlandschaft. Deswegen appelliert der BUND, dass das Land von der Gipsindustrie Alternativen zum Naturgipsabbau fordere, denn nur so könne ein Strukturwandel in der Rohstoffindustrie eingeleitet werden.