Geschrieben von Anja Würfel
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Nachdem in der vergangenen Sitzung des Göttinger Bauausschusses der Antrag zur verbindlichen Installation von Photovoltaik-Anlagen im Baugebiet der Zimmermannstraße abgelehnt worden ist, zeigte sich der Klimaschutz-Beirat (KSB) enttäuscht über die Entscheidung. Mit großer Sorge und auch Ärger wurde auf die Ablehnung reagiert. Es sei unverständlich, wieso das Thema nicht bereits beim Klimafaktencheck für Bebauungspläne und damit rechtzeitig diskutiert wurde. Die Ablehnung verpflichtender Photovoltaik-Installationen auf den geplanten Neubauten durch die Fraktionen von CDU und SPD stünde im direkten Gegensatz zu den Klimazielen der Stadt, so der Beirat. Die Klimaziele der Stadt und des aktuell neu formulierten Masterplans Klimaschutz könnten nicht eingehalten werden, wenn effektive Klimaschutzmaßnahmen nicht jetzt schon bei allen Neubauten verpflichtend umgesetzt, sondern in eine ferne Zukunft verschoben werden. In diesem Zusammenhang verweist der KSB auf einen Antrag vom September 2020. Dieser sollte in Neubaugebieten PV-Anlagen auf Dächern verpflichtend vorschreiben. Bisher konnte dieser Antrag im Umweltausschuss noch nicht diskutiert werden, weil eine Stellungnahme der Verwaltung bisher nicht vorliege, erklärte der Beirat.