Über 1.000 Menschen bei Demonstration zum Gedenken an die Opfer des Anschlags in Hanau
Über 1.000 Menschen haben in Göttingen am vergangenen Freitag an der Demonstration zum Gedenken der Opfer des Anschlags in Hanau teilgenommen. Das Göttinger Bündnis gegen Rechts hatte die Kundgebung geplant. Mit der bundesweiten Kampagne „say their names“ kam es in etlichen Städten Deutschlands zu Kundgebungen und Aktionen. Die DemonstrationsteilnehmerInnen brachten Kerzen, Blumen und Botschaften in Gedenken an die Opfer mit und platzierten diese abschließend am Gänseliesel. In der Nacht auf Samstag wurde dieser Gedenkplatz dann zerstört, Kerzen wurden umgeworfen und Schilder entfernt. Das Bündnis rief deswegen am Samstagmorgen dazu auf, die Gedenkstätte neu zu beleben. Dem wurde nachgekommen und im Laufe des Tages wurde erneut ein Ort des Gedenkens am Gänseliesel gestaltet. Die unbekannten TäterInnen hätten in dieser Nacht ihre menschenverachtende Gesinnung gezeigt, verurteilte der Göttinger Integrationsrat die Tat. Der Vorfall zeige, dass Hanau überall ist. Weil das Gänseliesel als Wahrzeichen der Stadt videoüberwacht wird, geht der Integrationsrat davon aus, dass die Täter ermittelt und strafrechtlich belangt werden.