Dezentrales Aktionsprogramm in Göttinger Innenstadt zum Weltfrauentag
Mit einem dezentralen Aktionsprogramm in der Göttinger Innenstadt wollen heute Gewerkschaften, politische Gruppen sowie Verbände auf den internationalen Frauentag aufmerksam machen. Unter dem Motto „Die Krise steckt im System“ bzw. „Shutdown Patriarchy“ wollen sie die Politik zum Handeln auffordern. Die Gruppe Redical [M] plant ab 12:30 Uhr beispielsweise einen Infostand mit Redebeiträgen am Gänseliesel und will Zitate auf Stellwänden präsentieren. Um 13.30 Uhr beginnen die Göttinger Grünen zudem mit einer Plakat-Foto-Mitmachaktion und einer Ausstellung. Sie fordern zudem, dass bei allen politischen Entscheidungen Frauen miteinbezogen werden müssen. Die Corona-Pandemie stelle besonders Frauen aufgrund der Mehrfachbelastung vor Herausforderungen. Ab 14 Uhr stellt die Basisdemokratische Linke rote Schuhe am Gänseliesel auf, die an ermordete FLINTA-Personen erinnern sollen – also Frauen, Lesben, Intersexuelle, nichtbinäre, trans und agender Menschen. Daneben sind heute auch noch Aktionen am Wilhelmsplatz, am Hiroshimaplatz und am Nabel in der Göttinger Innenstadt geplant. Auch im Radio wird der Weltfrauentag thematisiert. Das feministische Radiokollektiv „Der rote Faden“ sendet dazu heute um 12:05 Uhr und um 19 Uhr im StadtRadio Göttingen eine Sendung unter dem Titel „Turn on the Radio – shut down Patriarchy!“. Im Landkreis Northeim werden heute zudem die Fahnen vor dem Kreishaus gehisst, um auf den Weltfrauentag hinzuweisen. Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Julia Kögler, fordert dabei unter anderem faire Löhne und hinsichtlich der Corona-Pandemie weniger negative Auswirkungen für Frauen im Berufsleben.