Junge Union Göttingen befürwortet die Einrichtung einer „Dokumentationsstelle Politischer Islam“
Die Junge Union Göttingen fordert, gegen den politischen Islam in Deutschland vorzugehen. Anlass sind Berichte über den Rücktritt von Mustafa Keskin, dem Vorsitzenden der Göttinger DITIB-Gemeinde. Der DITIB-Bundesverband hatte ihn zu diesem Schritt aufgefordert. Wie der NDR meldete, wies Keskin zurück, antisemitische Botschaften verbreitet zu haben und erklärte, rechtlich gegen die Vorwürfe vorgehen zu wollen. Erhoben hatte die Anschuldigungen die „Sozialistische Jugend – Die Falken“. Ihr zufolge habe Keskin auch wiederholt Erkennungszeichen der islamistischen Muslimbruderschaft benutzt. Es sei nicht hinnehmbar, Antisemitismus als Israelkritik darzustellen und dabei auf die Meinungsfreiheit zu verweisen, kritisiert die Junge Union Göttingen. Sie befürwortet die Einrichtung einer „Dokumentationsstelle Politischer Islam“. Die Stadt Göttingen sollte der Jungen Union zufolge zudem die Zusammenarbeit mit allen Verbänden prüfen und wenn nötig beenden, sollten deren VertreterInnen sich gegen Werte des Grundgesetzes aussprechen. Der DITIB-Bundesverband hatte sich nach Bekanntwerden der Vorwürfe von Keskins Äußerungen distanziert und erklärte, den Fall nachhaltig aufarbeiten zu wollen. Zekeriya Altuğ, Abteilungsleiter im DITIB-Bundesverband, kritisierte jedoch den Zeitpunkt, zu dem diese Vorwürfe bekannt geworden sind. Derzeit bewerbe sich der muslimische Landesjugendverband um Aufnahme im Landesjugendring. Daher vermutet Altuğ auch eine „diffamierende Absicht“ zum Nachteil muslimischer Jugendlicher.