Geschrieben von Anja Würfel
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Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) hat verpflichtende Tarifverträge in der Pflege und Frauen auf den Vorstandsposten von Sparkasse und UMG gefordert. Anlässlich des am Mittwoch stattfindenden „Equal Pay Day“ hat die ASF darauf hingewiesen, dass Frauen in Deutschland im Durchschnitt 19 Prozent weniger als Männer verdienen. Frauen arbeiteten häufig in Teilzeit und in den schlechter bezahlten Berufen, wodurch die Durchschnittsrentnerin nur 46 Prozent der Rente eines männlichen Durchschnittsrentners erhält. Deswegen fordert die ASF die örtlichen öffentlichen Kostenträger wie etwa Stadt und Landkreis Göttingen als Sozialhilfeträger, und die Kranken- und Pflegeversicherungen zu mehr Einflussnahme auf. Dies könne erreicht werden, indem sie nur mit solchen Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen Versorgungsverträge abschließen, die einen Tarifvertrag für ihre Beschäftigten vorweisen. Der Rat der Stadt Göttingen und der Kreistag sollten hierzu entsprechende Beschlüsse fassen. Weil Frauen außerdem in den Führungsetagen deutscher Unternehmen noch immer unterrepräsentiert sind, sei es zudem nicht hinnehmbar, dass die Vorstände großer öffentlicher Unternehmen in der Region von ausschließlich männlichen Vorständen geführt werden, kritisiert die ASF. Der öffentliche Dienst und die Betriebe und Gesellschaften mit kommunaler und öffentlicher Beteiligung müssten Vorbild sein bei der Förderung von Frauen. Die Sparkasse Göttingen und die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) werden deswegen von der ASF dazu aufgefordert, erstmals eine Frau in den Vorstand zu berufen.