Geschrieben von Anja Würfel
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Das Bündnis für nachhaltige Stadtentwicklung hat die Stagnation beim Göttinger Radverkehr kritisiert. Das gute Abschneiden Göttingens beim ADFC-Fahrradklimatest sei kein Grund zur Zufriedenheit. In Deutschland und Göttingen werde immer noch viel zu wenig für das Fahrrad getan, sagt Martin Mützel, Mitglied des Bündnisses. Es sei bezeichnend, dass eine Stadt mit einer Schulnote 3- einen ersten Platz erreichen könne, so Mützel weiter. Insbesondere im Vergleich mit Städten in Nachbarländern sei Göttingen weit abgeschlagen. Nach wie vor gebe es in Göttingen gefährliche und sehr unattraktive Radverbindungen. Diese sind zum Teil im städtischen Radverkehrsentwicklungsplan mit dringendem Handlungsbedarf enthalten, aber bislang nicht angegangen worden. Insgesamt sei die Bewertung durch die Radfahrenden sehr wohlwollend ausgefallen. Auch für die Grünen im Rat der Stadt Göttingen sei das Ergebnis noch kein zufriedenstellender Sieg. Auch in Göttingen gebe es noch viele Straßen, die für Fahrradfahrer*Innen zu unübersichtlich und unsicher gestaltet sind. Für eine nachhaltige Klimapolitik müssten auch die Kommunen zu einer attraktiveren Gestaltung der Radwege beitragen, so die Grünen.