Wissenschaftler*innen haben Möglichkeiten für Wasser- und Stromversorgung im Harz untersucht
Damit der Klimawandel künftig die Wasser- und Stromversorgung in Niedersachsen nicht beeinträchtigt, haben Wissenschaftler*innen mehrerer niedersächsischer Universitäten sechs Lösungsmöglichkeiten im Harz identifiziert. So könnte unter anderem im Siebertal eine neue Talsperre gebaut werden, die Granetalsperre könnte erhöht werden oder es könnte oberhalb der Innerstetalsperre ein zweites Becken gebaut werden. Bereits seit 2019 erforschen die TU Clausthal und Braunschweig sowie die Hochschule Ostfalia im Projekt Energie- und Wasserspeicher Harz entsprechende Zukunftsperspektiven. Mit den sechs nun identifizierten Standorten ließe sich ein Nutzungspotenzial von 1.000 Megawatt erzielen. Dies bedeute zehn Prozent mehr Pumpspeicherkapazität, erklärte Hans-Peter Beck, Professor der TU Clausthal. Insgesamt könnten die vorgeschlagenen Maßnahmen dazu beitragen, bis zu 90 Millionen Kubikmeter Wasser zusätzlich im Harz zu speichern. Das ist etwa noch einmal halb so viel, wie die Talsperren der Harzwasserwerke im Westharz bereits speichern können. Die nun veröffentlichten Lösungsmöglichkeiten zum heutigen Tag des Wassers sind ein Zwischenstand des Projekts Energie- und Wasserspeicher Harz. 2022 sollen abschließende Ergebnisse vorliegen.