Kritik an Kindertagesstättengesetz-Entwurf der Landesregierung aus Südniedersachsen
Die katholischen Kita-Träger in Südniedersachsen kritisieren den überarbeiteten Kindertagesstättengesetz-Entwurf der Landesregierung scharf. Der Entwurf sei unzureichend, da er als Ziel Kostenneutralität habe und in keiner Weise für verbesserte Rahmenbedingungen, weder für die Kinder noch für das Personal in Kitas, sorge. Wichtige Bereiche, die die Arbeit in den Kitas qualitativ weiterentwickeln könnten, würden fehlen: So seien die Themen Integration, Inklusion, Fachpersonal, Fachberatung und Regelungen über Arbeitsaufgaben und -zeiten nur unzureichend ausgearbeitet. Weiterhin fordern die Träger, allen Kindern ein Recht auf einen integrativen Kita-Platz zuzusprechen sowie einen besseren Betreuungsschlüssel zu realisieren. Auch der FDP Kreisverband Göttingen-Osterode sieht Verbesserungsbedarf bei dem Gesetzesentwurf. Neben einer dritten Kraft in den Kitas bräuchten diese zudem eine ausgeweitete Verfügungs-, Leitungs-, und Vorbereitungszeit, außerdem müsse ein Anspruch auf Inklusion bestehen. Um dem Mangel an Nachwuchskräften vorzubeugen, sei laut der FDP eine Vergütung der ErzieherInnen-Ausbildung überfällig. Das Land müsse hier entsprechende Mittel zur Verfügung stellen.