Geschrieben von Tanita Schebitz
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Hann. Münden und Einbeck sind in der Region Südniedersachsen von der Landesregierung als Modellkommunen für Öffnungs-Szenarien ausgewählt worden, die Stadt Göttingen ist in der Auswahl für die nächste Entscheidungsrunde in zwei Wochen mit dabei. 14 Modellkommunen sind vom Land Niedersachsen benannt worden, 25 sollen es insgesamt werden. Trotz eingereichter Bewerbung habe sie nicht erwartet, dass Göttingen bereits heute als Modellkommune benannt würde, so Sozialdezernentin Petra Broistedt. Grund hierfür ist, dass ein Kriterium, die digitale Kontaktnachverfolgung, noch nicht ausreichend geklärt werden konnte. Im Göttinger Öffnungs-Konzept „SAFE – Sicher Arbeiten, Freizeiten und Einkaufen“ sei die Nutzung der Kontakt-Nachverfolgungs-App „Luca“ vorgesehen – die Lizenz habe das Land Niedersachen allerdings kurzfristig nicht zur Verfügung stellen können. Ein weiteres Kriterium für die Auswahl als Modellkommune ist laut Broistedt auch eine stabile Inzidenzlage – diese ist in Göttingen momentan aber diffus, in kurzer Zeit hat sich der Inzidenzwert verdoppelt. Ein Start als Modellkommune sei nur möglich, wenn die Pandemie-Lage mindestens über eine Woche stabil ist. Wenn Göttingen in zwei Wochen die Freigabe als Modellkommune bekommen sollte, ist ein zweistufiges Verfahren vorgesehen: In einem ersten Schritt soll die Öffnung der Innenstadt nur für GöttingerInnen gelten, wenn dies gut funktioniert, können laut der Sozialdezernentin auch andere Personen profitieren. Ziel sei es aber, einen Einkaufstourismus zu verhindern – dies stehe dem Charakter einer Modellkommune entgegen. Frühstens Ende April/Anfang Mai rechnet Broistedt damit, dass ein Modellprojekt in Göttingen anlaufen könnte. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler zeigt sich vom Göttinger Öffnungskonzept „SAFE – Sicher Arbeiten, Freizeiten, Einkaufen“, das vor allem auf einer Schnelltest-Strategie und der digitalen Kontaktnachverfolgung via Luca-App basiert, überzeugt. Die Stadt Göttingen sei mit dem Konzept gut aufgestellt und könnte in der nächsten Entscheidungsrunde mit dabei sein, sofern die Infektionslage dies zuließe, so der Oberbürgermeister.