Geschrieben von Tanita Schebitz
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Das Antifaschistische Bildungszentrum und Archiv Göttingen (ABAG) hat für das Jahr 2020 einen Anstieg von extrem rechten Aktivitäten festgestellt. Wie das ABAG mitteilt, seien hauptsächlich Propaganda-Aktionen wie das Anbringen von Aufklebern und das Verteilen von Flugblättern gemeldet worden. Außerdem sei es im Zusammenhang mit der Verbreitung von Verschwörungstheorien im Kontext der Corona-Pandemie auch zu einem starken Anstieg von antisemitischen Vorfällen gekommen. Erwähnt wird in dem Bericht auch der Sprengstoffanschlag auf den Briefkasten einer antifaschistischen Aktivistin in Einbeck in der ersten Jahreshälfte 2020. Die regionale Neonazi-Szene setze ihre Aktivitäten ungeachtet der Pandemie fort, außerdem hätten durch die selbsternannten Corona-Rebellen neue Personengruppen mobilisiert werden können, bilanziert das ABAG. Die Entwicklung und Radikalisierung in der Region müsse weiterhin genau verfolgt werden