Geschrieben von Jennifer Bullert
Datum:
Der Göttinger Kreistag will die Jugendhilfe in den Gemeinden in diesem Jahr einmalig mit zusätzlichen sechs Millionen Euro bezuschussen. Damit erhöht sich die Förderung auf zehn Millionen Euro. Nach einem festgelegten Schlüssel haben die Gemeinden bisher jährlich vier Millionen Euro erhalten. Mehrheitlich abgelehnt hat der Kreistag gestern hingegen den erneuten Antrag der CDU-Fraktion. Diese hatte gefordert, die Kreisumlage zu senken – auch weil der Landkreis 2020 einen Überschuss von 19,1 Millionen Euro erwirtschaftet hat. Landrat Bernhard Reuter mahnte: „Weil wir uns auf schlechtere Verhältnisse einrichten müssen. Und es ist ja nicht so, dass es den Gemeinden schlecht geht. Es ist auch nicht deutlich geworden, dass die Überschussrücklagen bei den Gemeinden insgesamt höher sind als beim Landkreis. Der Kreistag war mit großer Mehrheit der Auffassung, dass es ein Fehler wäre, die Kreisumlage zu senken, dass wir lieber die Gemeinden direkt mit finanziellen Mitteln unterstützen, bei Aufgaben wie Kindertagesstätten, Kinderbetreuung, überhaupt, aber auch den Öffentlichen Personennahverkehr. Dazu müssen die Kreisfinanzen stabil bleiben.“ Einstimmig befürwortet hat der Kreistag gestern hingegen den Halbstundentakt im ÖPNV zwischen Rosdorf, Göttingen und Bovenden.