Geschrieben von Tanita Schebitz
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Ein Forschungsteam der Universitäten Göttingen und Rom hat das Aufkommen von Kleingeld während der Bronzezeit aufgedeckt. Die WissenschaftlerInnen fanden heraus, dass in der Zeit von 1350 bis 800 vor Christus fragmentierte Bronzebruchstücke als Bargeld genutzt wurden. Die Bruchstücke wurden in Hortfunden in Europa entdeckt und stammen beispielsweise von Schwertern, Äxten und Schmuck. In ihrer Masse entsprachen sie einem europaweit gültigen Gewichtssystem. Das Forscherteam geht davon aus, dass sich offenbar im ganzen westlichen Eurasien etwa 1.000 Jahre vor dem Beginn der klassischen Zivilisationen eine Art „globaler Markt“ entwickelte, bei dem einfache Menschen Bronzebruchstücke als alltägliches Bargeld nutzten.