Geschrieben von Jennifer Bullert
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Die Göttinger Grünen haben sich einem Aufruf des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung angeschlossen und ebenfalls die Streichung von §218 aus dem Strafgesetzbuch gefordert. Dieser wertet Schwangerschaftsabbrüche seit 150 Jahren als Straftat. In diesem Zusammenhang sprechen die Grünen von einer Entmündigung und Kriminalisierung betroffener Frauen. Kreisvorstandsmitglied Pippa Schneider machte zum Save Abortion Day am Samstag darauf aufmerksam, dass sich die Versorgungssituation für Betroffene, die ihre Schwangerschaft abbrechen wollen, zunehmend verschlechtere. Demnach gebe es neben dem Klinikum nur noch einen niedergelassenen Arzt in Göttingen, der Abbrüche vornehme. Die Göttinger Grünen setzen sich zudem dafür ein, auch §219a zu streichen. Dieser untersagt Werbung für einen Schwangerschaftsabbruch.