Geschrieben von Jennifer Bullert
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Die Stadt Göttingen will künftig mit einer Task Force gegen prekäre Wohnverhältnisse vorgehen. Ein entsprechendes Konzept wurde gestern im Sozialausschuss präsentiert. Mit diesem soll der rechtliche Rahmen vollumfänglich ausgeschöpft werden, damit sich die Wohnsituation verbessert. Vor allem das zu enge Beieinander auf wenig Wohnfläche sei charakteristisch für problematische Immobilien, erklärte Sozialdezernentin Petra Broistedt. Hinzu kommen fehlende Sanierungen, zu denen auch kaum Anreiz bestünden, weil die Mieter*innen oft Transferleistungen empfangen und damit auch die Mietkosten gesichert seien. Die nun geplante Task Force soll verhindern, dass weitere prekäre Wohnverhältnisse in Göttingen entstehen und Eigentümer*innen zum Handeln auffordern. Zusätzlich soll sie gegen Mietwucher vorgehen. Das Konzept beinhaltet daneben Zwangsmaßnahmen bei Kooperationsverweigerung der Eigentümer*innen und will die Bewohner*innen mit Angeboten unterstützen. Die Maßnahmen sollen zudem evaluiert und einmal jährlich im Sozialausschuss diskutiert werden.