Geschrieben von Julia Kleine
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Im Rahmen eines routinemäßig durchgeführten Krebs-Monitorings hat das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen (EKN) eine statistische Häufung von bestimmten Krebserkrankungen in der Gemeinde Friedland festgestellt. So wurden von 2008 bis 2018 54 Fälle registriert, statistisch zu erwarten wären jedoch 33 Fälle gewesen. Das teilte die Stadt Göttingen mit. Zum jetzigen Zeitpunkt sei unklar, ob diese Häufung ein zufälliges Ereignis ist oder ob es einen spezifischen auslösenden Faktor gibt. Im betrachteten Zeitraum traten statistisch auffällig viele neu diagnostizierte Non-Hodgkin-Lymphome auf, zu denen auch Multiple Myelome und Chronisch Lymphatische Leukämien gezählt werden. Die erhöhte Krebshäufigkeit zeigt sich sowohl für Männer als auch für Frauen. Alle Betroffenen waren zum Zeitpunkt der Erkrankung über 40 Jahren alt, mehr als die Hälfte der Fälle war bei der Erstdiagnose älter als 70 Jahre. Das Göttinger Gesundheitsamt kündigte an, in enger Abstimmung mit dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt und dem EKN Schritte zu planen, um eventuell Hinweise auf mögliche gemeinsame Ursachen dieser ungewöhnlichen Häufung zu erhalten. Die Gemeinde Friedland wird die Thematik in ihrer Gemeinderatssitzung am Donnerstag aufgreifen und über den Sachstand berichten.