Forschende von MPI und Universität Würzburg entschlüsseln Wirkmechanismus von möglichem Corona-Medikament
Wie vorläufige Studien ergeben haben, könnte das Medikament Molnupiravir das Coronavirus bei seiner Ausbreitung im Körper stoppen. Das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen und die Universität Würzburg haben nun den Wirkmechanismus entschlüsselt. Demnach wirkt das Medikament in zwei Phasen. So wird es nach oraler Einnahme in RNA-ähnliche Bausteine umgewandelt. Diese dringen in das RNA-Erbgut des Virus ein. In der zweiten Phase verbinden sie sich dann mit dem viralen Erbgut. Dadurch entstehen Mutationen, die den Erreger daran hindern, sich zu vermehren. Die Forschenden sehen in Molnupiravir Potenzial, zahlreiche virale Erkrankungen zu behandeln. Aktuell wird der Wirkstoff in der dritten Phase an Patient*innen getestet. Voraussichtlich bis zum Ende des Jahres sollen Aussagen darüber vorliegen, ob er sicher ist und zugelassen werden kann. Ursprünglich war Molnupiravir als Grippemedikament entwickelt worden.