Diskussionsrunde der Oberbürgermeisterkandidat*innen in Göttingen: NDR und Göttinger Tageblatt widersprechen Vorwürfen
Der NDR und das Göttinger Tageblatt haben Vorwürfen der Göttinger Oberbürgermeisterkandidaten Edgar Schu und Mathias Rheinländer widersprochen, das Neutralitätsgebot zu verletzen. Schu, der für die Göttinger Linke antritt, und Rheinländer, der für die PARTEI kandidiert, hatten zuvor kritisiert, dass sie nicht zu der Diskussionsrunde von NDR und GT am Donnerstagnachmittag eingeladen wurden. Die Leiterin des NDR-Studios Göttingen, Ute Andres, verwies dabei auf das Prinzip der abgestuften Chancengleichheit. Demnach könne, aber müsse der Sender nicht alle Oberbürgermeisterkandidat*innen vorstellen. In diesem Fall habe er die Auswahl nach Kriterien getroffen. Zu diesen zählte, wer eine tatsächliche Chance habe, in die Stichwahl zu kommen. Außerdem wurde berücksichtigt, wie die Kandidat*innen und Parteien in vergangenen Wahlen abgeschnitten hatten. Da die Kandidaten von SPD, CDU und Grünen 2014 im zweistelligen Bereich gelegen haben, wurden deren aktuelle Kandidat*innen Petra Broistedt, Ehsan Kangarani und Doreen Fragel zur Diskussionsrunde geladen. Das Neutralitätsgebot werde dadurch nicht verletzt, bekräftigte auch GT-Chefredakteur Frerk Schenker gegenüber dem StadtRadio Göttingen.