Olaf Scholz in Göttingen: SPD-Kanzlerkandidat will BAföG reformieren
Bei seinem Wahlkampfauftritt in Göttingen hat SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz am Samstag stabile Renten, die Schaffung von Wohnraum und eine Kindergrundsicherung als wichtige Handlungsfelder für die Zukunft genannt. Diese Faktoren seien entscheidend für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Daher will Scholz bereits im kommenden Jahr einen Mindestlohn von zwölf Euro einführen und erklärte, dass nicht nur gegenseitiger Respekt eine Zukunftsaufgabe sei, sondern auch gute Arbeitsplätze und der Klimawandel. Gegenüber dem StadtRadio Göttingen sagte der Vizekanzler zu Forderungen des Deutschen Studentenwerks nach einer Reform des BAföG: „Erstens ist es gut, dass es das BAföG jetzt 50 Jahre gibt, eine sozialdemokratische Erfindung, auf die wir sehr, sehr stolz sind. Aber es ist auch richtig, dass das BAföG reformiert werden muss. Deshalb nimmt das in unserem Programm auch einen ganz, ganz zentralen Raum ein. Wir finden, es sind viel zu wenige, die Anspruch auf das BAföG haben. Wir wollen mehr elternunabhängige Elemente dort unterbringen, damit die Selbstständigkeit der Studierenden auch unterstützt wird und es wird eine große Reformaufgabe, die wir schnell anpacken wollen.“ Scholz fügte hinzu, dass die SPD hierbei auch die Altersgrenzen beim BAföG abschaffen wolle. Bei seinem Wahlkampfauftritt in Göttingen wurde der Kanzlerkandidat unter anderem auch von Ministerpräsident Stephan Weil, Generalsekretär Lars Klingbeil, Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und den SPD-Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunal- und Bundestagswahlen aus Göttingen unterstützt. Insgesamt nahmen an der Veranstaltung auf dem Platz vor dem Alten Rathaus nach Angaben von Klingbeil rund 2.000 Menschen teil.