Geschrieben von Tanita Schebitz
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Die Naturschutzbeauftragte der Stadt Göttingen, Britta Walbrun, warnt vor einem inkonsequenten Einsatz von Fördermitteln. Hintergrund ist das Vorhaben, den grünen Ring des Göttinger Stadtwalls, der an einigen Stellen durchbrochen ist, langfristig zu schließen um eine geschlossene Grünstruktur zu erreichen. Dies sollte mit Bundesfördermitteln erreicht werden, die im Kontext der Sanierung des Cheltenhamparkes hätten gewährt werden können. Überraschend seien die bereitgestellten Fördermittel jedoch gekürzt worden. Wie Walbrun mitteilt, habe die Göttinger Stadtverwaltung nun die Schließung der Wallverbindungen aus dem Fördermittelantrag gestrichen und wolle die verbleibenden 3 Millionen Euro für andere Sanierungsmaßnahmen einsetzten, obwohl die Wallverbindungen laut ihrer Aussage die einzigen wirklich klimarelevanten Maßnahmenteile des Antrages darstellten. Eine geplante Entsiegelung von Fuß- und Radwegen durch den Cheltenhampark würde diesen verpassten Lückenschluss am Wall nicht aufwiegen können. Auch die Grüne-Ratsfraktion Göttingen spricht sich dagegen aus, den Lückenschluss des Walls nicht nun nicht vornehmen zu wollen.