Geschrieben von Tanita Schebitz
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Die sich in der Ethnologischen Sammlung an der Universität Göttingen befindliche Darstellung einer Königinmutter aus dem alten, im heutigen Nigeria gelegenen Königreich von Benin wurde in die bundesweite Datenbank für Objekte aus kolonialen Kontexten aufgenommen. Diese Datenbank gehört zur „Kontaktstelle für Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland“ und soll den Weg für eine mögliche Rückgabe der dort gelisteten Objekte bereiten. Die Plastik gehöre zu den rund 4000 Gegenständen, die im Jahr 1897 von britischen Truppen aus dem Königspalast in Benin-City entwendet wurden, so Michael Kraus, Kustos der Ethnologischen Sammlung Göttingen. Über das Museum für Völkerkunde in Berlin sei sie in den Kunsthandel gelangt und so dann in die Ethnologische Sammlung in Göttingen gekommen. Mit der Aufnahme des Objektes in die bundesweite Datenbank wolle die Universität ihre Bereitschaft zu einer möglichen Rückgabe deutlich machen.