Live-Ticker: Blindgängerfund in Göttingen
23:50 Uhr: An dieser Stelle müssen wir unsere Berichterstattung über unseren Liveticker für den Moment einstellen. Zum Hintergrund: Das StadtRadio wurde heute ebenfalls evakuiert, da es im Sperrgebiet liegt. Mit viel Improvisation haben wir die Berichterstattung online aufrecht erhalten können, da der Sendebetrieb leider nicht möglich war – dabei sind wir aktuell urlaubs- und krankheitsbedingt stark dezimiert. Morgen möchten wir Ihnen wieder mit den neuesten Informationen zur Verfügung stehen. Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit, bitten um Ihr Verständnis und verweisen gerne auf den Liveticker der Stadt Göttingen unter diesem Link: https://www.goettingen.de/aktuelles/aktuelle-infos-zum-kampfmittelverdacht-in-der-weststadt-2021-09-22.html ++++++++++++ 23:25 Uhr: Zum letzten Mal sollen nun noch einmal Drohnen aufsteigen, um das Gebiet mit Wärmebildkameras zu überprüfen. Das teilte die Polizei dem StadtRadio Göttingen auf Anfrage mit. Der Polizeihubschrauber sei nun nicht mehr im Einsatz. Wie die Stadt mitteilt, sollen die Drohnen im Westen starten und überqueren noch einmal die evakuierte Zone. ++++++++++++ 22:55 Uhr: Auch in der musa können Betroffene aus dem Evakuierungsgebiet nun Unterschlupf finden. Das gab die Stadt bekannt und bedankte sich für diesen Akt der Nachbarschaftshilfe. ++++++++++++ 22:41: Es kann wohl bald losgehen: Das Sperrgebiet ist nach Angaben der Stadt nun fast vollständig geräumt. ++++++++++++ 22:17: Neueste Meldung der Stadt: Die ersten Einsatzkräfte ziehen sich zurück und die Shuttle-Busse verkehren nun nicht mehr durch die gesperrten Bereiche. Demnach müssten die Arbeiten nun losgehen können - sollten sich nicht noch weitere Personen im Sperrgebiet aufhalten. Einzelne Bereiche sollen jedoch bereits komplett geräumt sein, teilte die Stadt mit. ++++++++++++ 21:17 Uhr: Der Polizeihubschrauber hat sich nun aus Hannover auf den Weg gemacht und wird gegen 21:30 Uhr in Göttingen erwartet, teilte die Stadt nun mit. ++++++++++++ 21:02: Wie die Stadt nun bekannt gab, überfliegen Drohnen das Sperrgebiet. Auch ein Polizeihubschrauber soll eingesetzt werden, allerdings verzögert sich diese Maßnahme aktuell noch. Mit diesen Mitteln soll überprüft werden, ob sich dort noch Personen aufhalten. Erst wenn das Gebiet abgesehen vom Kampfmittelbeseitigungsdienst menschenleer ist, kann dieser mit den Arbeiten am Blindgänger beginnen. ++++++++++++ 20:25 Uhr: Über 700 Kräfte sind derzeit im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren: Ob in den Evakuierungszentren rund um das abgesperrte Gebiet oder - wie der Kampfmittelbeseitigungsdienst - direkt am Fundort des Blindgängers. Das hat gerade die Stadt Göttingen getickert. ++++++++++++ 20:16 Uhr: Derzeit sind im Evakuierungsgebiet Kontrollteams unterwegs, um zu überprüfen, dass alle Anwohner*innen das Sperrgebiet verlassen haben. Das teilte nun die Stadt mit. ++++++++++++ 19:55 Uhr: Die Stadt Göttingen meldet, dass das Evakuierungszentrum in Weende voll belegt ist und nicht mehr angefahren wird. Da noch ausreichend Plätze im Evakuierungszentrum im Felix-Klein-Gymnasium vorhanden sind, werden nur noch dort Betroffene aus dem gesperrten Gebiet aufgenommen. ++++++++++++ 19:39 Uhr: Das Felix-Klein-Gymnasium und die Hainbundschule bleiben morgen geschlossen. Das gab die Stadt soeben bekannt. Im FKG befindet sich ein Evakuierungszentrum, die Hainbundschule liegt direkt neben dem zweiten Evakuierungszentrum, das sich in der Weender Festhalle befindet. Sowohl das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende, als auch die Universitätsmedizin Göttingen haben außerdem Patientinnen und Patienten aus den im Evakuierungsgebiet liegenden Kliniken aufgenommen. ++++++++++++ 18:52 Uhr: Nachdem jetzt ist auch die zweite Klinik evakuiert ist, appelliert die Stadt Göttingen dringend an alle, die sich noch im Evakuierungsradius aufhalten: Bitte verlassen Sie den Bereich so schnell wie möglich. Das ist sehr wichtig, damit die Arbeiten zur Entschärfung beginnen können. Folgen Sie unbedingt den Anweisungen der Einsatzkräfte. ++++++++++++ 17:05 Uhr: Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler hat im StadtRadio-Interview Berichte darüber bestätigt, dass ein Baggerfahrer heute Morgen einen Metallkörper aus dem Boden geholt und auf einen LKW geladen hat. Dabei wurde festgestellt, dass es sich um einen Blindgänger handelt. Kurz vor acht Uhr hat Köhler von dem Fund erfahren. Daraufhin wurde sofort alles für die Evakuierung vorbereitet. Der 1.000-Meter-Radius umfasst 20.000 bis 22.000 Menschen, die evakuiert werden müssen, Krankenhäuser sind ebenso betroffen, die Bahnstrecke ist gesperrt. Gegen 18 Uhr bzw. 19 Uhr wird der 1.000-Meter-Radius voraussichtlich evakuiert sein, so Köhler. Es werde dabei durch die Straßen gegangen und kontrolliert. Köhler zeigte sich zufrieden mit den bisherigen Evakuierungsmaßnahmen. Sobald die Evakuierung abgeschlossen ist, wird das Räumkommando sich der Bombe nähern und den Zünder genauer untersuchen. Noch sei nicht absehbar, wann die Evakuierungsmaßnahmen aufgehoben werden. Gegen 21 Uhr könnten erste Erkenntnisse dazu vorliegen, wie mit dem Blindgängerfund umgegangen werden kann. ++++++++++++ 16:03 Uhr: Die Deutsche Bahn geht davon aus, dass der Bahnhof Göttingen heute voraussichtlich nicht mehr angefahren werden kann. Aktuelle Informationen zu Zugausfällen und Verspätungen sind auf der Internetseite der Deutschen Bahn zu finden. ++++++++++++ 15:49 Uhr: Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler besucht derzeit das Evakuierungszentrum in der Weender Festhalle. Er hofft, dass der 1.000 Meter-Radius bis 18 Uhr geräumt ist. ++++++++++++ 15:40 Uhr: Das Evakuierungszentrum in der Weender Festhalle fungiert für alle als Evakuierungszentrum, die östlich der Weender Landstraße, der Weender Straße und Kurzen Straße (verlängert bis zum Wall) wohnen und die keine andere Unterkunft zur Verfügung haben. Das hat nun die Stadt mitgeteilt. Zudem fährt im zehn-Minuten-Takt ein Bus-Shuttle der GöVB. Die Regionalbusse werden weiträumig umgeleitet. Inzwischen ist auch im Felix-Klein-Gymnasium eine Notunterkunft eingerichtet. Sie steht für alle bereit, die westlich der Weender Landstraße, der Weender Straße und der Kurzen Straße wohnen und auf die Schnelle keine andere Unterkunft finden können. ++++++++++++ 14:35 Uhr: Der Göttinger Ortsverband des Arbeiter-Samariter-Bundes kümmert sich nach eigenen Angaben derzeit in der Weender Festhalle um die Evakuierten. Insgesamt sind zehn Ehrenamtliche im Einsatz. Für Tierbesitzer wurde dabei im Freien ein Zelt aufgestellt, da in der Halle keine Tiere erlaubt sind. Gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz werden zudem Speisen und Getränke ausgegeben. ++++++++++++ 13:49 Uhr: Der 300-Meter-Radius um den Fundort des Blindgängers ist nun nach Angaben der Stadtverwaltung evakuiert. Zudem hat die Stadt Informationen für den Fall einer Quarantäne im Zusammenhang mit dem Coronavirus bekannt gegeben. Demnach ist für Infizierte eine Notfallunterkunft in der Großen Breite 10 eingerichtet. Zuvor sollte jedoch das Bürgertelefon unter der Telefonnummer 0551/7075100 kontaktiert werden. Kontaktpersonen in Quarantäne müssen ebenfalls evakuiert werden. Unter den geltenden Corona-Hygieneregelungen können sie jedoch auch im Freundes- und Bekanntenkreis unterkommen. ++++++++++++ 13:00 Uhr: Wie die Stadt Göttingen mitgeteilt hat, handelt es sich bei dem Blindgänger um eine fünf-Zentner-Bombe mit Aufschlagzünder. Der Kampfmittelbeseitigunsdienst wird mit der Arbeit beginnen, sobald das Gebiet im 1.000-Meter-Radius evakuiert ist. Bis dahin bleibt unklar, ob die Bombe entschärft oder abtransportiert werden kann bzw. ob sie kontrolliert gesprengt werden muss. Wegen der Evakuierung haben die Göttinger Verkehrsbetriebe zudem den gesamten Busbetrieb bis auf Weiteres eingestellt. ++++++++++++ 12:05 Uhr: Die Polizei Göttingen hat mittlerweile Sammelstellen für evakuierte Bürger*innen eingerichtet: die Sporthalle Felix-Klein-Gymnasium in der Böttingerstraße und die Weender Festhalle in der Ernst-Fahlbusch-Straße. Auch das StadtRadio Göttingen ist nun evakuiert und informiert aus dem Home-Office über die aktuellsten Entwicklungen. ++++++++++++ 10:00 Uhr: Wegen eines Blindgängers ist der Bereich rund um das Auditorium in Göttingen aktuell weiträumig gesperrt. Wie Stadtpressesprecher Dominik Kimyon erklärte, müsse die Evakuierung nun auf einen Radius von 1.000 Metern ausgeweitet werden. Es soll sich dabei um eine fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg handeln, die bei Bauarbeiten gefunden worden sei. Die Universität Göttingen hat bereits dazu aufgerufen, alle betroffenen Gebäude unverzüglich zu verlassen. Dazu zählen unter anderem das Auditorium, die SUB, das Juridicum, das Theologicum, das Verfügungsgebäude, das Institut für Demokratieforschung sowie alle Gebäude am Nikolausberger Weg. Die Kampfmittelbeseitigung ist nach Angaben der Polizei bereits informiert und sondiert die Lage. Aufgrund der weiträumigen Sperrungen müssen Verkehrsteilnehmende in Göttingen mit Stau rechnen. Außerdem verkehren weder die Busse der Göttinger Verkehrsbetriebe, noch die Regionalbusse in diesem Bereich. Auch der Bahnverkehr wurde eingestellt.
Der ASB Ortsverband Göttingen kümmert sich um das Evakuierungszentrum in der Weender Festhalle. (Bild: Laura Stephan)
Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler beim Besuch des Evakuierungszentrums in der Weender Festhalle. (Bild: Laura Stephan)