PFH Göttingen: Pandemie verschärft Symptomatiken von Depressionen, Ess- und Zwangsstörungen
Während der Pandemie ist die Belastung durch Depressions-, Essstörungs- sowie Zwangsstörungssymptome stark angestiegen. Das ist das Ergebnis einer Studie der PFH Privaten Hochschule Göttingen. Untersucht wurde dabei der Zeitraum von April bis Juni 2020. Demnach haben sich die Belastungen durch depressive und Essstörungssymptome verdreifacht, bei Zwangsstörungssymptomen gab es eine Zunahme um das Fünffache. Wie die PFH mitteilt, sind vor allem Frauen und jüngere Menschen betroffen. Ausgewertet wurden Daten von rund 2.500 Menschen. Die nun vorgelegte Analyse bestätigt die vorläufigen Zahlen, die das internationale Forscherteam bereits Mitte 2020 vorgelegt hatte. Studienleiter Youssef Shiban bezeichnete die Entwicklung als „besorgniserregend“. Schon vor der Pandemie sei die psychologische Gesundheitsversorgung in Deutschland unzureichend gewesen. Dies habe sich beispielsweise durch lange Wartezeiten für Therapieplätze gezeigt.