Johannes-Brodehl-Preis für Oliver Gross von der Universitätsmedizin Göttingen
Die Gesellschaft für Pädiatrische Nephrologie (GPN) hat Oliver Gross von der Universitätsmedizin Göttingen mit dem Johannes-Brodehl-Preis ausgezeichnet. Gross ist Oberarzt in der Klinik für Nephrologie und Rheumatologie und hat den Preis für die weltweit erste Therapiestudie zur Behandlung des Alport-Syndroms erhalten. Dabei handelt es sich um eine erbliche Erkrankung, bei der Organe schon im Kleinkindalter vernarben und dies später zum kompletten Nierenversagen führen kann. In der EARLY PRO-TECT Alport-Studie zeigte Gross nun, dass der ACE-Hemmer Ramipril sich auch bei Kindern und Jugendlichen als wirksamer und sicherer Wirkstoff erwiesen hat. Bislang wird er nur bei Erwachsenen eingesetzt, um Bluthochdruck zu behandeln. Die neue Therapieempfehlung sieht nun vor, den Wirkstoff Ramipril Erkrankten bereits ab dem Alter von zwei Jahren zu verabreichen. Rund 1.000 Kinder in Deutschland und über 10.000 Erwachsene sind vom Alport-Syndrom betroffen. Der Johannes-Brodehl-Preis wird seit 2008 von der GPN vergeben und ist mit 8.000 Euro dotiert.