Forschungsteam mit Göttinger Beteiligung entdeckt Schwarzes Loch außerhalb der Milchstraße
Ein internationales Forschungsteam hat mit Beteiligung von Göttinger Wissenschaftler*innen ein kleines Schwarzes Loch außerhalb der Milchstraße entdeckt. Das teilte die Universität Göttingen mit. Die Astronom*innen spürten das Schwarze Loch mithilfe des Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte auf, indem sie beobachteten, wie es die Bewegung nahe gelegener Sterne beeinflusst. Diese Nachweismethode kam erstmals zum Einsatz, um die Anwesenheit eines Schwarzen Lochs außerhalb unserer Galaxie aufzudecken. Die Methode könne der Schlüssel zum Auffinden versteckter Schwarzer Löcher in der Milchstraße und in nahe gelegenen Galaxien sein und dazu beitragen, Licht in die Entstehung und Entwicklung dieser mysteriösen Objekte zu bringen, heißt es in der Mitteilung. Das neu entdeckte Schwarze Loch wurde in einem etwa 160.000 Lichtjahre entfernten Sternhaufen in der Großen Magellanschen Wolke entdeckt, einer Nachbargalaxie der Milchstraße. Obwohl es für seine Verhältnisse klein ist, hat es etwa elfmal so viel Masse wie unsere Sonne.
Diese künstlerische Darstellung zeigt ein kompaktes schwarzes Loch, das 11-mal so massiv ist wie die Sonne, und einen Stern mit fünf Sonnenmassen, der es umkreist. Die beiden Objekte befinden sich in NGC 1850, einem etwa 160 000 Lichtjahre entfernten Sternhaufen aus Tausenden von Sternen in der Großen Magellanschen Wolke, einem Nachbarstern der Milchstraße. Die Verzerrung der Sternform ist auf die starke Gravitationskraft des Schwarzen Lochs zurückzuführen. (Bild: ESO/M. Kornmesser)