Göttinger Kooperationsprojekt erhält eine Million Euro für Gentherapieforschung gegen Taubheit
Die Leibniz-Gemeinschaft fördert ein Göttinger Kooperationsprojekt zur Erforschung einer Gentherapie gegen Taubheit mit rund einer Million Euro. Das teilte das Deutsche Primatenzentrum – Leibniz-Institut für Primatenforschung (DPZ) mit. Neben dem DPZ sind auch die Universitätsmedizin Göttingen und das Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin an dem Projekt beteiligt. Gemeinsam wollen die Forschungsteams eine Gentherapie etablieren, mit der erblich bedingte Gehörlosigkeit behandelt werden kann. Zunächst soll die Methode an Weißbüschelaffen entwickelt werden. Später ist geplant, die Methode auf menschliche Patient*innen zu übertragen. Nach Angaben des DPZ wird eines von 500 Kindern mit einem Hörschaden geboren. In 50 bis 70 Prozent der Fälle ist die Ursache ein Gendefekt. Sollte die erforschte Methode so funktionieren, wie es die Forscher*innen vermuten, könnte sie als eine Blaupause für andere Krankheiten dienen, die mittels Gentherapie behandelt werden können, erklärte Rüdiger Behr vom Deutschen Primatenzentrum . Dazu zählten Defekte in der Netzhaut oder auch im Herzmuskel.