Weitere Proteste in Südniedersachsen im Zusammenhang mit den Coronamaßnahmen
In den Landkreisen Göttingen und Northeim hat es gestern erneute Proteste von Gegnern der Coronamaßnahmen sowie Gegenproteste gegeben. Laut einer vorläufigen Bilanz der Polizei Göttingen hatten sich bei einer Demonstration der Maßnahmengegner auf dem Göttinger Albaniplatz rund 120 Personen versammelt, an einer stationären Gegenkundgebung nahmen ca. 90 Menschen teil. Weiterer Gegenprotest habe sich laut Polizei in Form von Kleingruppen an der angezeigten Aufzugsroute der Corona-Kritiker gebildet. Es habe zudem erneut Versuche von Gegenprotestlern gegeben, die Strecke zu blockieren. Ersten Informationen der Polizei zufolge haben die Einsatzkräfte vereinzelt u. a. unmittelbaren Zwang in Form von Abdrängen und Wegschieben und in einem Fall auch Pfefferspray eingesetzt. Nach Beendigung der Demonstration der Corona-Kritiker haben sich laut Polizei etwa 80 Gegenprotestler am Gänseliesel zu einem Aufzug formiert, der anschließend mit insgesamt rund 150 Teilnehmenden über die Weender Straße in Richtung Berliner Straße zog. Weitere Aufzüge von Maßnahmenkritikern gab es gestern in Hann. Münden und Herzberg. Die Teilnehmerzahlen bewegten sich jeweils im mittleren zweistelligen Bereich. Alle Versammlungen seien gestern laut Polizei ohne größere Störungen abgelaufen. Im Landkreis Northeim kam es gestern zu insgesamt vier Versammlungen, die sich thematisch gegen die Corona-Schutzmaßnahmen richteten. Zwei Gegenversammlungen fand in Northeim und Uslar statt.