Geschrieben von Anneke Borcherding
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Vor dem Hintergrund steigender Energiekosten schließen die Stadtwerke Göttingen Strom- und Gassperren für Kundinnen und Kunden vorerst aus. Können die höheren Preise nicht gezahlt werden, sollen zunächst Lösungsmöglichkeiten mit den Betroffenen und unter Umständen auch der Stadt Göttingen erarbeitet werden, so Matthias Limberg, Leiter des Handels und Betriebs bei den Stadtwerken gegenüber dem StadtRadio. Das Abstellen von Strom und Gas sei weiterhin das letzte Mittel. Mit allen derzeit bekannten Umlagen sei mit einer Mehrbelastung von ca. 3,6 Cent Brutto zu rechnen. Für einen Durchschnittshaushalt mit 18.000 Kilowattstunden würde das monatlich zusätzliche Kosten in Höhe von ungefähr 55 Euro bedeuten. Ob auf die rund 18.000 Gaskunden der Stadtwerke im Winter auch Engpässe zukommen, sei momentan kaum verlässlich einzuschätzen, erklärt Limberg: „Ob wir in eine Gasmangellage tatsächlich in den Wintermonaten hineinlaufen, ist davon abhängig, inwieweit auch Russland weiter Gas liefert, wie die Speicher gefüllt sind, wie das Verbrauchsverhalten der Kunden ist. Denn die Bundesregierung ruft ja auch zum Energiesparen auf. Ich glaube, das alles zusammen wird dann letztendlich auch dazuführen, ob wir sagen, ok, die Versorgung im Winter ist gesichert oder ob es zu Engpasssituationen kommt. Es kommt sicherlich auch auf die Witterungsbedingungen an. Kriegen wir einen milden Winter, kriegen wir einen strengen Winter, zuverlässige Aussagen sind aktuell leider nicht möglich.“ Limberg rät außerdem dringend vom Kauf von Standheizgeräten ab, weil durch ihren Einsatz der Stromverbrauch und auch die damit verbunden Kosten erhöht werden.