Tagung "Fachkräfte für die Daseinsvorsorge: Große Motivation oder ‚Great Resignation" findet in Göttingen statt
Das Soziologische Forschungsinstitut will die Arbeit in der Daseinsvorsorge attraktiver machen. Wie durch Digitalisierung, Inklusion und mehr Wertschätzung der Fachkräftemangel in Berufen der öffentlichen Versorgung bekämpft werden kann, wird Dienstag und Mittwoch mit Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft und Politik diskutiert. Zum Auftakt der Tagung unter dem Thema „Fachkräfte für die Daseinsvorsorge: Große Motivation oder ‚Great Resignation‘“ sind heute auch die Ministerin Birgit Honé und Landrat Marcel Riethig vor Ort. Vor allem geht es um das Göttinger Projekt GenDis, das zur Attraktivität der Arbeit am Gemeinwohl forscht. René Lehweß-Litzmann ist einer der Leiter des Projektes und hat einige Vermutungen zu den Gründen des Fachkräftemangels: „Wenn man auf die Berufe mit niedriger Qualifikation guckt, dann werden die sehr sehr schlecht bezahlt und in Deutschland nochmal schlechter als in anderen europäischen Ländern. Das ist eine Sache, die herausgekommen ist. Eine andere Sache ist: Geld ist natürlich nicht alles. Wir haben Interviews geführt mit einzelnen Berufsgruppen und haben immer wieder herausgefunden, dass diese Berufsgruppen mit berufsspezifischen Problemen hadern, die ihnen das Leben und das Arbeiten schwer machen, die nichts mit der Bezahlung zu tun haben, aber eben auf die Attraktivität dieser Berufe lasten.“ Insbesondere mit den politischen Verantwortlichen wollen sich die Leiter des Projektes GenDis zusammensetzen, um ihre Forschungsergebnisse auch in die Praxis einfließen zu lassen.