Geschrieben von Jennifer Bullert
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Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt will einen Erneuerbare-Energien-Dialog initiieren. Ziel müsse es sein, die größte gesellschaftliche Herausforderung seit der Industrialisierung zu stemmen. Das gab sie gestern auf dem 13. Wirtschaftsempfang der Stadt bekannt. Broistedt hob in ihrer Rede vor allem die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz hervor. So sei geplant, acht bis zehn Windenergieanlagen im Stadtgebiet anzusiedeln. Hierfür sei auch die Beteiligung der Wirtschaft von Bedeutung, so die Oberbürgermeisterin: „Wir können im Klimaschutz und in der Nachhaltigkeit nur erfolgreich sein, wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Und das bedeutet, dass wir gemeinsam schauen müssen, dass wir erneuerbare Energien ausbauen. Am besten muss jeder eine Photovoltaikanlage auf sein Dach setzen. Das gilt auch für Gewerbe. Und wenn wir Gewerbeflächen entwickeln, entwickeln wir die auch grün. Das heißt: mit erneuerbaren Energien, mit Fassadenbegrünung, einfach ohne den grauen Beton, sondern wirklich mit ökologischen und nachhaltigen Materialien.“ Vor den rund 500 Gästen betonte Broistedt auch die Bedeutung der Mobilitätswende. So sei eine Taktverdichtung im Busverkehr auf einen zehn-Minuten-Takt geplant und Parkplätze sollten mit zunehmender Nähe zur Innenstadt teurer werden. Während des Podiumsgesprächs mit Akteuren aus der Wirtschaft wurde zudem deutlich, dass die Stadt ihren Slogan „Stadt, die Wissen schafft“ überarbeiten will.

Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt beim 13. Wirtschaftsempfang der Stadt (Bild: Jennifer Bullert)