Regionallinie RB 86 soll ausgeweitet werden - Kritik von Fahrgastverband Pro Bahn Südniedersachsen
In Einbeck soll im Rahmen eines Testbetriebs die Eisenbahnlinie RB 86 ausgeweitet werden. Wie die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) mitteilte, soll ab dem 1. November über Einbeck-Mitte auch die neu geschaffene Haltestelle Einbeck BBS/PS-Speicher angefahren werden. Gemeinsam mit dem Landkreis Northeim, der Ilmebahn GmbH, dem Zweckverband Verkehrsbund Süd-Niedersachsen und der DB Regio AG wurde sich auf den dreijährigen Probebetrieb geeinigt. Bis Dezember 2025 sollen von montags bis freitags sechs Zugpaare eingesetzt werden. Die Fahrzeiten und die Schulzeiten der Berufsbildenden Schulen Einbeck sollen zudem aufeinander abgestimmt werden. Der Fahrgastverband PRO BAHN Südniedersachsen äußerte sich zur Umsetzung kritisch. Grundsätzlich sei die Verlängerung zwar ein richtiger Schritt, wie Vorsitzender Gerd Aschoff gegenüber dem StadtRadio erklärt. Jedoch sei zu bemängeln, dass nur einzelne Züge ausschließlich an Werktagen fahren. Zudem bestehe zwischen Göttingen und der neuen Station keine direkte Verbindung. Insgesamt bleibe man unter den Möglichkeiten, so Aschoff. „Wir hoffen, dass möglichst bald eben eine Aufwertung der Verbindung erfolgt und das heißt eben auch, dass von Göttingen die Züge dann bitteschön von Einbeck-Mitte alle durchgezogen werden bis zum PS-Speicher. Also man möglichst ohne Umsteigen diese Verbindung fahren kann. Weil wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass eben doch vom Metronom aus, also Göttingen-Salzderhelden und dann Umsteigen in die Regionalbahn 86, einige Unzuverlässigkeiten auftreten, die auch dazu führen können, dass die Fahrgäste den Anschluss leider verpassen.“ Der Landkreis Northeim und die LNVG wollen nach eineinhalb Jahren eine erste Zwischenbilanz ziehen. In diesem Rahmen soll dann auch über einen Weiterbetrieb der Bahnverlängerung gesprochen werden. Ob beispielsweise auch Fahrten am Wochenende möglich sind, müsse noch geprüft werden, so Carmen Schwabl, Sprecherin der LNVG-Geschäftsführung.