Besetzung des Hörsaals stößt auf Ablehnungen der Jungen Liberalen, der AStA erklärt hingegen seine Solidarität
Die Besetzung des Hörsaals ZHG 011 stößt auf Ablehnungen der Jungen Liberalen, der AStA der Universität erklärt hingegen seine Solidarität mit den Zielen der Besetzer:innen. Die Jungen Liberalen in Göttingen und die Liberale Hochschulgruppe haben geschlossen ihre Ablehnung der Besetzung bekundet. Kreisvorsitzende Zoe Achterberg bezeichnet den Eingriff in den universitären Regelbetrieb als inakzeptabel und verweist dabei insbesondere auf den Semesterstart. Zum Wintersemester beginnen die meisten Studiengänge, dementsprechend hoch ist die Anzahl neuer Student:innen und der Bedarf an Hörsälen für die Einführungsveranstaltungen. Nach Ansicht von Achterberg sei Bildung ein zu schützender Bereich. Ähnlich äußerten sich auch Paul Tudyka und Lucy Block von der Liberalen Hochschulgruppe. Zu den inhaltlichen Zielen der Besetzer machten die Liberalen in ihrer Kritik keine Angaben. Der AStA Göttingen erklärt hingegen seine Solidarität mit den Zielen der Klima Aktivist:innen von EndFossil Göttingen. Laut Sozialreferentin Katharina Bornemann setzte sich der AStA insbesondere gegenüber der Leitung der Universität für einen friedlichen und nicht eskalierenden Verlauf der Situation ein. Nach Gesprächen mit den Aktivist:innen, Dozierenden und dem Präsidenten der Universität, Metin Tolan, sehe der AStA in der Besetzung eine Chance, dass sich statt einer Einschränkung des Lehrbetriebs eine Bereicherung dieses ergebe. Gleichzeitig wolle der AStA nicht verheimlichen, dass er große Sympathie für die Ziele der Besetzter:innen hege.