Vor Start der Tarifverhandlungen: Ver.di fordert 10,5 Prozent mehr Gehalt für Öffentlichen Dienst
Die Gewerkschaft ver.di fordert angesichts der am 24. Januar startenden Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst 10,5 Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten bzw. mindestens 500 Euro. So brauche es laut der Gewerkschaft einen Ausgleich für den Lohnverlust durch die hohe Inflation. Um eine Rezession zu verhindern, benötige es Nachfrage. Zudem sei der Öffentliche Dienst anders als die Privatwirtschaft bei der Einkommensentwicklung weniger attraktiv. Das wirke sich auch auf die Zahl der Bewerber*innen aus. In einem ersten Stärketest haben sich laut ver.di bereits über 239.000 Beschäftigte für die Tarifforderung ausgesprochen, davon allein im Bezirk Süd-Ost-Niedersachsen 6.300. In den kommenden Wochen sollen die Unterschriften an die Arbeitgeber überreicht werden. Ver.di rechnet dabei mit schwierigen Verhandlungen, kündigte aber auch an, betriebliche Aktionen durchführen zu wollen. Warnstreiks wären ebenfalls möglich, so Gewerkschaftssekretär Sebastian Wertmüller. Im Öffentlichen Dienst arbeiten bundesweit rund 2,5 Millionen Menschen.