Geschrieben von Jennifer Bullert
Datum:
In den Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft ver.di und der UMG Klinikservice GmbH ist es gestern noch zu keinem Ergebnis gekommen. Nach Angaben von Gewerkschaftssekretär Thilo Jahn, habe die KSG ihr Angebot nur geringfügig nachgebessert. Dieses bedeute aber weiterhin einen erheblichen Reallohnverlust für die Service- und Reinigungskräfte, kritisiert Jahn: „Konkret heißt das, dass die UMG jetzt anbietet, die Entgelte 2023 um fünf Prozent zu erhöhen, 2024 nochmal um vier Prozent und 2025 um drei Prozent. Und dazu für das letzte Jahr, in dem es auch schon keinen Tarifvertrag gab, dieses und nächstes Jahr je 500 Euro Einmalzahlung zu zahlen. Das Problem ist, dass wir allein im letzten Jahr zehn Prozent Inflation hatten und auch für dieses Jahr sieben Prozent erwartet werden, und dass mit diesem Angebot also die Reallöhne der Kolleginnen und Kollegen nicht gesichert werden können.“ Die meisten der KSG-Beschäftigten würden ohnehin bereits im Niedriglohnsektor arbeiten, daher sei dies kein annehmbares Angebot, so Jahn weiter. Vorwürfe der Geschäftsführung der UMG Klinikservice GmbH, die Tarifverhandlungen im vergangenen Jahr verzögert zu haben, wies ver.di zurück. Ebenso widersprach die Gewerkschaft der Darstellung der KSG, eine Boykott-Empfehlung erteilt zu haben. Ver.di habe in einer Mitteilung darauf hingewiesen, dass in der Streikwoche der Regelbetrieb an der UMG nicht im üblichen Umfang aufrecht erhalten werden könne. Gestreikt werden soll vom 23. bis zum 27. Januar. Einen Termin für eine weitere Verhandlungsrunde gebe es derzeit noch nicht, so ver.di.