Geschrieben von Jennifer Bullert
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Die Beschäftigten der UMG Klinikservice GmbH (KSG) werden nun in der kommenden Woche doch nur drei statt fünf Tage streiken. Das teilte KSG-Geschäftsführer Pierre Walther gegenüber dem StadtRadio mit. Der offizielle Streikaufruf sei heute eingegangen und umfasse die Tage von Mittwoch, dem 25. Januar bis Freitag, den 27. Januar. Verhandlungen über den Notdienst seien gestern Abend ergebnislos auseinandergegangen, so Walther: „Wir werden jetzt ver.di mitteilen, was wir als absolute Mindestbesetzung im Haus sehen und müssen einfach schauen, wie ver.di darauf reagiert. Ver.di bezieht sich immer auf eine Notdienstvereinbarung, die Ende letzten Jahres getroffen wurde bzw. in 2018 bei den letzten Streikmaßnahmen. Da hat sich aber einiges geändert in der Zeit und wir haben auch festgestellt, dass das teilweise nicht auskömmlich war, wenn wir in Bereichen wirklich auf 25 Prozent unseres normalen Wochenpersonalstandes gedrückt werden. Und das sind immer wieder Themen, über die wir da zanken.“ Grund für die Streikmaßnahmen sind die aktuell laufenden Tarifverhandlungen. Zuletzt war am Montag die jüngste Verhandlungsrunde gescheitert. Ver.di hatte für die Beschäftigten unter anderem eine Angleichung an den Tarifvertrag der Länder und mindestens 20 Prozent mehr Lohn gefordert. KSG-Geschäftsführer Walther drückte Verständnis für die Auswirkungen der hohen Inflation aus, das Angebot der KSG könne die Inflation auch nicht kompensieren. Aber eine Rückkehr in den TV-L wage er sehr zu bezweifeln, wie er dem StadtRadio mitteilte.