Geschrieben von Jennifer Bullert
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Mehrere Aktivist*innen haben aus Protest gegen die Räumung des Dorfes Lützerath einen Baum auf dem Göttinger Wilhelmsplatz besetzt. Dort ist für 18 Uhr auch eine Kundgebung geplant. Als Grund für die Besetzung nannten die Aktivist*innen in einer Mitteilung die Zerstörung des Dorfes zugunsten der Kohleförderung und sprachen dabei auch von massiver Polizeigewalt. Dazu die Pressesprecherin der losen Klimagruppierung, Klara Striffler: „Unsere Besetzung ist ein Solidaritätsakt für alle anderen Besetzungen, die gerade räumungsbedroht sind. Beispielsweise der Wald in Frankfurt am Main, der gerade für eine Autobahn gerodet werden soll, und natürlich auch Lützerath. Aber in erster Linie ist es ein symbolischer Akt. Wir wollen sozusagen die Besetzung hier nach Göttingen auch hin bringen und irgendwie so diese Ideale und wofür wir kämpfen, also für eine klimagerechte Zukunft und Gegenwart und die Einhaltung des 1,5-Grad-Zieles und hier auch irgendwie Druck aufbauen.“ Es gehe darum, Präsenz zu zeigen, so Striffler weiter. Kritik übten die Klimaaktivist*innen zudem daran, dass die Klimagerechtigkeitsbewegung kriminalisiert werde. Neben einer Kundgebung planen die Aktivist*innen auch in den kommenden Tagen themenbezogene Workshops anzubieten, allerdings könnten die meisten davon wetterbedingt ausfallen, räumte Striffler ein. Geplant ist, die Baumbesetzung bis Samstagabend aufrecht zu erhalten.