Neue Notunterkunft in Lenglern soll Platz für 120 Geflüchtete bieten
In Lenglern soll eine Notunterkunft für Geflüchtete entstehen. Geplant ist dabei, 120 Betten in der ehemaligen Lungenfachklinik aufzustellen. Das teilte der Landkreis Göttingen am Freitagabend bei einer Informationsveranstaltung mit. Mehr als 120 Interessierte waren vor Ort, dabei wurde auch Kritik an der vermuteten Enge in der Notunterkunft laut. Dazu Sozialdezernent Conrad Finger: „Schauen Sie sich um, im gesamten Land, im gesamten Bundesgebiet: Sie werden feststellen, dass an vielen Orten Turnhallen belegt sind und das sind sicherlich Zustände, die wir nicht möchten – aus mehrerlei Hinsicht nicht. Wir möchten nicht, dass Menschen in Turnhallen wohnen, auch nicht für wenige Tage oder Wochen, weil wir meinen, dass das kein menschenwürdiges Wohnen ist in diesem Sinne. Und darüber hinaus möchten wir auch nicht, dass die Turnhallen nicht für Schulen und Sport und Sonstiges zur Verfügung stehen. Auch das ist ganz wichtig. Wir möchten natürlich auch, dass die Menschen hier vor Ort, die hier ohnehin schon leben, die hier immer sind, dass die möglichst wenig eingeschränkt werden durch diese Entwicklung. Auch das hat was mit dauerhafter Akzeptanz von Flucht oder von der Beherbergung geflüchteter Menschen zu tun.“ Zu den Kosten für die Notunterkunft konnte Finger keine genauen Angaben machen, sprach jedoch von einer vergleichsweise günstigen Unterkunft. Sie soll für die Dauer von zwei Jahren gemietet werden und zum 1. Februar in Betrieb gehen. Die ersten Geflüchteten werden für Mitte/ Ende Februar erwartet.