Geschrieben von Jennifer Bullert
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Ein Bündnis aus Klimaaktivist*innen und Busfahrer*innen plant für morgen gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di eine Stadtversammlung in Göttingen. Dabei will es mit interessierten Bürger*innen über eine gerechte Mobilitätswende diskutieren. Als Grund nennt das Bündnis den drohenden Notstand im öffentlichen Personennahverkehr. Es handele sich dabei um ein Konglomerat aus schlechten Arbeitsbedingungen, Personalmangel sowie zu niedrigen Löhnen, heißt es in einer Mitteilung. Zudem gehe bis 2030 rund die Hälfte der Belegschaft der Göttinger Verkehrsbetriebe in Rente, sodass nicht genügend Fahrpersonal vorhanden bliebe, um alle Linien wie bisher bedienen zu können. Bei der Stadtversammlung sollen nicht nur Erfahrungsberichte aus dem Arbeitsalltag von Busfahrer*innen im Mittelpunkt stehen, sondern auch die anstehenden Tarifverhandlungen sowie Ideen, um die Verkehrswende voranzubringen. Das Bündnis ist dabei Teil der bundesweiten Kampagne „Wir fahren zusammen“. Sie fordert unter anderem mindestens 500 Euro monatlich mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen, aber auch dass die Streckennetze ausgebaut werden und die Taktung erhöht wird. Die Stadtversammlung beginnt am Samstag um 14 Uhr im Alten Rathaus Göttingen.