"Wir fahren zusammen": Klimaaktivist*innen und Beschäftigte der GöVB arbeiten zusammen
Das Göttinger Bündnis „Wir fahren zusammen“ und die Gewerkschaft ver.di haben am Samstag zu einer Stadtversammlung im Alten Rathaus eingeladen. Bei dem Bündnis handelt es sich um einen Zusammenschluss von Klimaaktivist*innen und Beschäftigten der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB). Im Rahmen der Veranstaltung haben sie über die aktuell schlechten Löhne und Arbeitsbedingungen sowie den Personalmangel im ÖPNV und über die derzeit laufenden Verhandlungen zum Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) informiert. Das Göttinger Bündnis ist auf Initiative der Klimaaktivisten entstanden. Dazu Cara Hösterey, eine der Aktivist*innen: „Für uns liegt absolut auf der Hand, dass Klimakämpfe mit sozialer Gerechtigkeit verbunden werden müssen und dabei ist natürlich der Job der Busfahrer*innen ein absolut Zentraler. Also wir können einfach keine Klimakämpfe führen, ohne einen super stabilen ÖPNV, ohne einen ausgebauten ÖPNV, weil das geht einfach nicht mit Fachkräftemangel. Und der kann nur angegangen werden, wenn die Arbeitsbedingungen gut sind. Und da hat sozusagen die Klimabewegung eine Lücke für sich gefunden: Wir haben diese Öffentlichkeit, die Streikende beim GöVB zum Beispiel nicht haben, und so kann dieses Bündnis zusammenkommen, um gemeinsam für bessere Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen und zu sorgen und zu kämpfen.“ Nach Angaben der Veranstalter haben rund 120 Interessierte die Stadtversammlung besucht. Zudem plant das Bündnis zeitgleich zum nächsten globalen Klimastreik am 3. März einen Aktionstag. Diese Plattform soll genutzt werden, so Hösterey, um das Bündnis und die Situation im ÖPNV in die Öffentlichkeit zu tragen.