Der Gründer der Gesellschaft für bedrohte Völker - Tilmann Zülch - ist mit 83 Jahren verstorben
Tilmann Zülch, der Gründer der Gesellschaft für bedrohte Völker ist tot. Wie die GfbV bekannt gab ist Zülch am vergangenen Freitag im Alter von 83 Jahren verstorben. 1968 hatte er zusammen mit Klaus Guercke die Aktion Biafra-Hilfe gegründet, aus der später die GfbV hervorging. Ziel der Gesellschaft sei es Minderheiten, Völkern ohne Staat und Indigenen, die Verfolgung und Vernichtung ausgesetzt sind eine internationale Lobby zu geben. Die GfbV engagierte sich im Laufe ihres Bestehens unter anderem gegen die Verfolgung der bosnischen Muslime, hatte vehement dafür gestritten den Holocaust gegen Sinti und Roma ins öffentliche Bewusstsein zu bringen und deckte die Verstrickung deutsche Firmen in Giftgas-Einsätz des irakischen Diktators Saddam Hussein auf. Zülch wurde für seine Arbeit mit zahlreichen Preisen geehrt. Darunter mit dem Bundesverdienstkreuz, dem Göttinger Friedenspreis, der Ehrenbürgerschaft der Stadt Sarajevo, und dem Bürgerrechtspreis des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma.