Geschrieben von Marco Mellinger
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Am 26. April jährt sich zum 37. Mal die Atomkatastrophe von Tschernobyl. Im Jahr 1986 geriet ein Reaktor des Atomkraftwerks außer Kontrolle, die Notabschaltung misslang und der Reaktor explodierte. Die Kernschmelze ist die bis dahin verheerendste Katastrophe durch künstliche Kernspaltung und betraf große Flächen Europas und Kleinasiens. Knapp 860.000 Menschen waren daran beteiligt, das Trümmerfeld von Tschernobyl zu beseitigen, eine Betonkuppel über das strahlende Areal zu errichten, Menschen zu evakuieren und die kontaminierte Tierwelt zu töten. Bei diesen Arbeiten haben sich nahezu alle Helfer*innen schweren Gesundheitsschäden ausgesetzt, mehr als 90 Prozent sind invalide oder bereits verstorben. Durch den Gau mussten 400.000 Menschen ihre Heimat verlassen. Zum Gedenken an diese Katastrophe findet daher am 26. April um 17 Uhr eine Gedenkstunde im Göttinger Cheltenhampark, am Ginkgo Baum statt.