Uni Göttingen übergibt menschliche Überreste an Maori und Moriori
In einer feierlichen Zeremonie gab die Uni Göttingen heute menschliche Überreste an eine neuseeländische Delegation zurück. Die Gebeine stammen von 32 Individuen der indigenen Maori und Moriori aus Neuseeland und von den Chatham-Inseln. Sie waren in der Kolonialzeit illegal verkauft worden und so schließlich in Sammlungen der Universität Göttingen gelangt. In dem Forschungsprojekt "Sensible Provenienzen" konnten einige der menschlichen Überreste identifiziert werden, sodass die Nachfahren ihre Vorfahren nun in ihre Heimat zurückbringen können. Dies ist bereits die zweite Rückführung von Gebeinen aus Göttingen nach Neuseeland, auch eine hawaiianische Delegation konnte bereits Überreste ihrer Vorfahren zurückbringen. Trotzdem lagern noch etwa 1800 Gebeine in den Sammlungen der Universität. Weitere Rückführungen seien geplant, so die zuständige Professorin Regina Bendix.